Hautkrebs

Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 25 000 Menschen neu an schwarzem Hautkrebs, dem malignem Melanom,  und mehr als 160 000 an weißem Hautkrebs. Allein 2008 hat es rund 194 000 Hautkrebsneu-erkrankungen gegeben

Während der weisse Hautkrebs bevorzugt nach langjähriger Sonnenexposition an den sogenannten Sonnenterassen des Körpers, nämlich Stirn, Nase, Kopf, Armen und Händen und vorwiegend jenseits des 50sten Lebensjahres auftritt,  kommt der schwarze Hautkrebs schon in jüngeren Jahren vor.

Das Erkrankungsrisiko des malignen Melanoms ist abhängig von familiären Faktoren, dem Hauttyp und der Anzahl der vor allem in Kindes- und Jugendalter durchgemachten Sonnenbrände und durch Sonnenexposition erworbenen Muttermale.

Mit dem Hautkrebsscreening gelingt es, dass die Prozenrate tödlich verlaufender Erkrankungen beim schwarzen Hautkrebs nicht in gleicher Weise  jährlich ansteigt wie die Neuerkrankungen, nämlich um 5-6%.

Je früher ein Melanom erkannt wird, um so besser ist die Heilungschance.

Nutzen Sie deswegen zur Früherkennung das Hautkrebsscreening !

Die Vorsorge: Hautkrebsscreening

Nachdem vorher nur einzelne Krankenkassen eine Ganzkörper-untersuchung  auf Hautkrebs übernommen haben, ist dieses seit 01.07.2008 eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen für alle Patienten ab 35 und zwar jedes zweite Jahr.

Für Patienten, die nur das Hautkrebsscreening in Anspruch nehmen, ist ist dieses als Präventionsleistung von der 10€-Zuzahlung befreit. Da aber in den meisten Fällen noch zusätzlich eine Beratung zu anderen Hautveränderungen gewünscht oder notwendig ist, empfehlen wir die zusätzliche Vorlage eines Überweisungsscheines.

Bestimmte Krankenkassen bezahlen bereits vor dem 36. Lebensjahr eine Hautkrebsvorsorge. Dabei gibt es Kassen, die diese Leistung auch alle zwei Jahre übernehmen, aber auch Kassen, die dieses jährlich übernehmen.

Auch das Einstiegsalter für das Screening ist uneinheitlich.

Wie das genau bei Ihrer Krankenkasse geregelt ist, erfragen Sie bitte bei Ihrer Krankenkasse.

Kein Bestandteil des Hautkrebsscreenings ist in der Regel  die Auflichtmikroskopie, die sogenannte Dermatoskopie. Mit ihr kann ein in entsprechenden Kursen weitergebildeter Dermatologe Unterscheidungen bezüglich der Gefährlichkeit einer Hautveränderung treffen und somit ggf. eine Excision vermeiden. Sofern bei Ihnen ungewöhnliche Pigmentveränderungen vorhanden sind, empfehlen wir Ihnen diese sinnvolle, wenn auch auch kostenpflichtige Zusatzuntersuchung.